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Die Implementierung von maschinellen Übersetzungstools gehört mittlerweile zum Standard auf Social-Media-Plattformen. Egal, ob Facebook, Twitter oder Instagram: Mit einem Klick auf „übersetzen lassen“ kann im Grunde jede Sprache in die in den Einstellungen hinterlegte Ausgabesprache übersetzt werden. Die meisten von uns aber wissen: Vor allem bei Sprachkombinationen, die seltener sind, sind Fehlübersetzungen eher die Regel als die Ausnahme. Dennoch, als kleines Tool für private User ist die Übersetzungsfunktion in Social-Media-Apps eine große Erleichterung. Facebook hat jetzt jedoch mit seiner neuen Übersetzungs-KI mit dem Namen M2M-100 eine interessante Neuerung auf den Markt gebracht: Das Programm übersetzt die 100 gängigsten Sprachen direkt, ohne den Umweg über das Englische zu gehen.

Bis dato nur maschinelle Übersetzung über Englisch möglich

Bis jetzt war der Standard von maschinellen Übersetzungsprogrammen bei Übersetzungen wie etwa Französisch – Japanisch folgendermaßen: Zunächst wurde der französische Text ins Englische übersetzt, um ihn dann aus dem Englischen ins Japanische zu übersetzen. Das hat einen einfachen Grund: Um einigermaßen verständliche Übersetzungen zu erstellen, brauchen KIs eine unvorstellbar große Menge an Datensätzen, da sie schlicht nach Algorithmen, Häufigkeiten und Mustern arbeiten – Verständnis für Ironie und Tonfall fehlt ihnen schließlich. Für Englisch ist diese Voraussetzung gegeben: Als Muttersprache der großen Tech-Konzerne wie Google liegt es nahe, Übersetzungsprogramme zunächst für die eigene Sprache zu entwickeln. Mit Englisch als Status der Weltsprache schlechthin ist man zusätzlich auf der sicheren Seite und kann auf einen entsprechend einfach zugänglichen und umfassenden Datensatz zurückgreifen. Anhand dieser Datensätze aus Milliarden von Daten konnten künstliche Intelligenzen in den letzten Jahren große Fortschritte verzeichnen: Waren diese Services bis vor wenigen Jahren noch gänzlich unbrauchbar, stellen sie für den Privatgebrauch mittlerweile eine gute und schnelle Möglichkeit da, sich vor allem in sozialen Netzwerken zurechtzufinden.

Facebooks neue KI kann direkt zwischen zwei Sprachen übersetzen

Facebooks Neuerung setzt nun genau an diesem Punkt an: Der Zwischenschritt über Englisch als „Vermittlersprache“ entfällt. Möglich ist dies durch das Ausfindigmachen von 100 weit verbreiteten Sprachen, für welche ausreichend Datenmaterial vorhanden war. Aus diesen wurde ein Datensatz mit 7,5 Milliarden Satzpaaren erstellt, anhand derer die KI trainiert wurde. Dabei wurde sich auf Sprachen konzentriert, die häufig übersetzt werden, selten angefragte Übersetzungen wurden zunächst vernachlässigt. Facebook gibt an, dass sein KI-Modell mit 15 Milliarden Parametern das bisher größte bilinguale Modell seiner Art sei und dessen Transformer-Architektur es ermögliche, tausende Wörter gleichzeitig unter Betrachtung des Kontexts zu verarbeiten. Und tatsächlich: Im Vergleich mit anderen Übersetzungsprogrammen liegt die KI von Facebook vorne und scheint durch das Wegfallen des Zwischenschritts über Englisch zuverlässigere Ergebnisse zu liefern.

Übersetzungen für seltenere Sprachen bleiben schwierig

M2M-100 ist als Open Source hier verfügbar und soll mit internationaler Zusammenarbeit mit der Zeit auch für weitere Sprachen eingesetzt werden. Jedoch ist die maschinelle Übersetzung dieser selteneren Sprachen schwierig, denn KIs brauchen eine riesige Menge an Daten, um einigermaßen verständliche Ergebnisse auszuliefern. Nicht nur ist die Aufbereitung und Einspeisung dieser Daten mit viel Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden – für kleinere Sprachen ist ein Datensatz dieser Größe schlicht nicht vorhanden, erst recht nicht für anspruchsvollere Texte, die über Alltagssprache hinausgehen.

Welchen Einfluss hat die Entwicklung auf die Übersetzungsbranche?

Menschliche Übersetzer/innen werden überflüssig, könnte man in Anbetracht der jüngsten Entwicklungen meinen. Doch dazu wird es so schnell nicht kommen. Wer regelmäßig Übersetzungstools nutzt, merkt schnell, dass diese zwar in der Lage sind, einen großen Teil des Inhalts zumindest halbwegs verständlich zu vermitteln, viele Teile ergeben jedoch in der Übersetzung keinen Sinn oder sind fehlerhaft – sofern sie überhaupt übersetzt werden können. Und das gilt für meist einfache Texte in gängiger Alltagssprache, von der Übersetzung von wichtigen Dokumenten und Fachtexten ist hier noch lange nicht die Rede. Gerade diese werden aber am häufigsten von professionellen Übersetzer/innen verlangt. Fehler dürfen sich diese nicht erlauben – nicht bei der Übersetzung von Briefen entfernter Verwandter aus Indien und erst recht nicht bei der Übersetzung beispielsweise medizinischer Dokumente wie Operationsberichten. Es zeigt sich: Die Situationen, für die maschinelle Übersetzungsprogramme gefragt sind und jene, für die professionelle Übersetzer/innen eingesetzt werden, sind völlig andere. In absehbarer Zukunft wird sich daran auch nichts ändern, dafür arbeiten KIs noch viel zu unzuverlässig. Dennoch sind ihre Entwicklungen beeindruckend und können durchaus eine Unterstützung für Übersetzer/innen sein, um deren Arbeit zu beschleunigen.

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