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Die meisten kennen sicherlich einige deutsche Wörter, die es ins Englische geschafft haben: Doppelgänger, Schadenfreude oder Poltergeist sind bekannte und beliebte Beispiele. Oft stellt sich dabei die Frage nach dem Warum – und was es über eine Sprachkultur aussagt, dass sie Wörter für bestimmte Gegebenheiten hat, welche in anderen Sprachen nicht existieren.

Sprache und Kultur stehen immer in Verbindung

Alleine die Diskussion darüber, was „Sprache“ und „Kultur“ überhaupt sind, beschäftigt die Wissenschaft bis heute – ohne größere Erfolge. Fest steht jedoch, dass sich die beiden gegenseitig beeinflussen – selbstverständlich auch immer in Abhängigkeit von der jeweiligen Geografie. Ein interessantes Beispiel sind hier Farben – insbesondere „grün“ und „blau“. In vielen Sprachen der Welt wird hier nicht unterschieden, denn Blau spielt in der Natur keine wirklich bedeutende Rolle, sodass hier zunächst kein Bedarf für ein gesondertes Wort existierte. Eine spannende Ausnahme sind dabei einige slawische Sprachen wie Russisch, die neben „grün“ und „blau“ auch gesondert zwischen Hell- und Dunkelblau unterscheiden, diese also nicht als helle und dunkle Farbtöne, sondern eher unabhängige Farben betrachten. Auch Richtungsangaben sind oft stark kulturell beeinflusst, so verwenden einige kleine Stämme der Aborigines in Australien statt „links“ oder „rechts“ oder „Osten“ und „Westen“ Bezeichnungen wie „diesseits des Flusses“ oder „Richtung Berge“, je nachdem, wo sich der Stamm niedergelassen hat. In einigen uralischen Sprachen, wo die Viehzucht eine wichtige Rolle spielt, gibt es dafür wiederum diverse Bezeichnungen für Schafe – je nach Geschlecht, Alter, Farbe, etc. – da diese eine wichtige Rolle im Alltag einnehmen.

Jedoch gibt es auch weitere Einflüsse, welche oft mit im jeweiligen Kulturkreis entstandenen literarischen Strömungen zusammenhängen. So gibt es im Japanischen besonders viele unübersetzbare Wörter, die Naturerscheinungen beschreiben, beispielsweise das Wort komorebi. Damit ist Sonnenlicht gemeint, welches durch die Blätter von Bäumen fällt. Im Türkischen gibt es dagegen ein Wort für Mondlicht, welches sich auf Wasser spiegelt – yakamoz. Und im Deutschen… naja, hier gibt es ein Wort dafür, sich über den Misserfolg einer anderen Person zu freuen – Schadenfreude. Was das wohl über die deutsche Mentalität aussagt? Es gibt jedoch auch eine Reihe weiterer Wörter, die nicht übersetzbar sind: Fernweh, Wanderlust oder Waldeinsamkeit. Einen gewissen Drang zum Reisen und zur Natur könnte man den Deutschen also ebenfalls zuschreiben, doch vor allem am letzten Beispiel zeigt sich, dass viele dieser Wörter eher literarische, künstlich erzeugte Schöpfungen sind, denn im Alltag dürfte kaum ein/e Deutsche/r das Wort „Waldeinsamkeit“ ernsthaft verwenden.

Unübersetzbare Wörter entstehen oft eher zufällig

Manchmal sind es bestimmte Gegebenheiten der Geografie oder sonstigen Lebensumstände, welche ein größeres Repertoire bestimmter Begriffe erfordert, oft sind es jedoch einfach Wortschöpfungen, welche der Feder eines einzigen Autors entstammen, dessen Werk jedoch so beliebt wird, dass dieses Wort so oft wiederholt wird, bis es sich in der Sprache etabliert – es handelt sich also einfach um einen Zufall. Dennoch lässt die Tatsache, dass ein bestimmtes Werk, welches ein solches Wort enthält, Bekanntheit erlangt, darauf schließen, dass es einen bestimmten Nerv treffen muss – also gesellschaftlich und kulturell relevant ist. Jedoch müsste hierfür jedes Wort einzeln untersucht werden, Pauschalisieren kann man hier schwer.

Herausforderung für Übersetzer/innen

Für Übersetzer/innen stellen Wörter, die es nur in einer Sprache gibt – und jede Sprache hat eine Vielzahl solcher Wörter – eine große Herausforderung dar. Denn oft schwingen besondere Konnotationen mit, welche nur Muttersprachler/innen in vollem Umfang nachvollziehen können. Vor allem bei der Übersetzung von Gedichten, in denen solche Wörter besonders gerne verwendet werden, kommt es auf viel Geschick und Sprachgefühl an, denn hier sollte auch das Versmaß eingehalten werden. Hier müssen Übersetzer/innen Kreativität unter Beweis stellen: Erfinden sie selbst quasi ein neues Wort, welches der Übersetzung entspricht, oder Umschreiben sie das Wort einfach nur? Fügen sie eine Fußnote an und erklären, was jedoch den Lesefluss durchbricht, oder setzen sie auf eine eigene Interpretation durch die Leser/innen? Nicht selten werden Übersetzungen kritisiert, weil Konnotationen, welche im Original mitschwingen, nicht übertragen werden können. Zu Unrecht wird dies oft auf die unzureichenden Fähigkeiten der Übersetzer/innen geschoben als auf die „unzureichenden“ Mittel der Zielsprache – es zeigt sich also einmal mehr, welche Kunst gekonntes Übersetzen ist.

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