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Noch immer ist das Leben für Menschen mit Behinderungen mit starken Einschränkungen verbunden, doch es wird sich immer mehr darum bemüht, auch diese möglichst uneingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu lassen. Und auch, wenn man bis heute selten Dolmetscher/innen für Gebärdensprache beispielsweise bei wichtigen Pressekonferenzen sieht und man für Nachrichten mit Gebärdensprache auf einen gesonderten Kanal schalten muss, werden die Bedürfnisse Gehörloser langsam erkannt.

Wie funktioniert Gebärdensprache?

Zunächst einmal gibt es nicht die Gebärdensprache. Genauso, wie es Deutsch, Chinesisch, Englisch oder Russisch gibt, gibt es auch eine jeweilige Gebärdensprache. Man lernt also immer zunächst eine Gebärdensprache, zum Beispiel die deutsche (DGS) und muss andere Sprachen separat erlernen. Wichtig sind hier zunächst die Hände, diese sind das Hauptkommunikationsmittel – und dabei vor allem die dominante Hand. Für manche Gebärden benötigt man jedoch auch beide Hände. Doch auch andere Faktoren spielen eine Rolle: Gesichtsausdrücke und das Ablesen von den Lippen gehören hier auch dazu. Gehörlose haben einen viel besseren Sinn für diese Faktoren entwickelt und so ist die Mimik unabdingbar, um den „Tonfall“ auch erkennen zu können. An erster Stelle für die Lernenden steht das Fingeralphabet. Jeder Buchstabe wird einer bestimmten Fingerposition zugeordnet. Auch hier unterscheiden sich jedoch verschiedene Sprachen, weil diese etwa andere Schriftsysteme benutzen. Mit diesem Fingeralphabet lässt sich einfach kommunizieren, da es schnell zu lernen ist, eingesetzt werden kann, wenn ein bestimmtes Wort in Gebärdensprache nicht bekannt ist oder Namen buchstabiert werden müssen; um richtige Gebärdensprache handelt es sich dabei jedoch nicht.

Die eigentliche Gebärdensprache an sich ist eine – und jetzt folgen Fachbegriffe – flektierende und agglutinierende Sprache. Das bedeutet, dass sich ein Wort ändert, um grammatische Merkmale zu vermitteln, etwa wie im Deutschen „das Haus“ vs. „des Hauses“ und dass grammatische Funktionen als Wortendung angehängt werden, wie es zum Beispiel das Japanische und das Türkische machen. Somit kann eine Gebärde aus mehreren bedeutungstragenden Teilen bestehen. Dadurch, in welcher Position sich die Hand befindet, wo sie sich in Bezug zum Körper orientiert und wie und wo eine Bewegung ausgeführt wird, kann mit einer Gebärde so also ein vollständiger Satz ausgedrückt werden. Hier wird deutlich, dass es sich also um eine völlig eigenständige Sprache handelt, welche nicht von einer gesprochenen Sprache einfach abgeleitet werden kann.

Wie lange braucht man also, um eine Gebärdensprache zu lernen?

Wie im vorherigen Abschnitt deutlich geworden ist, sind Gebärdensprachen als eigenständige Sprachen zu betrachten, die nicht unbedingt viel mit ihren gesprochenen Versionen gemeinsam haben müssen. Das bedeutet, sie muss genau so erlernt werden, wie jede andere Fremdsprache auch. Es kommt also zum einen auf das persönliche Talent an – die einen fassen Sprachen deutlich schneller auf, andere tun sich hingegen schwer damit – zum anderen auf die Zeit, die dafür aufgewendet wird. Generell gilt, und das für jede Sprache: Wenn man dranbleibt und wirklich intensiv lernt, kann man nach rund sechs Monaten einfache Unterhaltungen führen. Nach etwa ein bis zwei Jahren sollte man bei regelmäßiger Anwendung einigermaßen fließend sein – zumindest in Alltagssituationen. Und, wie auch bei allen anderen Sprachen, inklusive der eigenen Muttersprache, gilt: Man lernt nie aus. Vollständig erlernt hat man eine Sprache nie, auch nicht, wenn man mit ihr aufgewachsen ist, aber um ein muttersprachliches Niveau in Gebärdensprachen zu erreichen, braucht man ebenfalls ungefähr so lange, wie für andere, gesprochene Sprachen.

Warum sollte man Gebärdensprachen lernen?

Das Erlernen einer Gebärdensprache ist also ebenfalls mit viel Aufwand verbunden, dazu kommt, dass das Angebot an Kursen deutlich eingeschränkter ist als zum Beispiel für Italienisch oder Spanisch, die man an so gut wie jeder Volkshochschule besuchen kann. Dennoch: Vielleicht hat man eine gehörlose Person in der Familie oder im Freundeskreis und möchte sich mit dieser besser unterhalten können, vielleicht hat man aber auch im Beruf viel mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun und möchte daher möglichst allen gerecht werden. Fest steht: Gehörlose freuen sich unheimlich, wenn ihnen Hörende begegnen, die sich die Mühe gemacht haben, ihre Sprache zu lernen – erst recht, wenn die Begegnung zufällig passiert. Doch auch beruflich kann das Erlernen von Gebärdensprachen interessant sein. In einer Gesellschaft, die sich darum bemüht, möglichst allen Personen eine uneingeschränkte Teilnahme am öffentlichen Leben zu ermöglichen, steigt die Nachfrage nach Gebärdendolmetscher/innen entsprechend an. Für sprachaffine Menschen, die zusätzlich Menschen unterstützen möchten, die in einer hörenden Welt vor zusätzliche Herausforderungen gestellt werden, bietet sich hier eine spannende Perspektive.

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